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Woher kommt mein Name?


1.) Der Familienname Krause ist ein Übername, der sich ursprünglich auf das krause Haar des Namensträgers bezog.

2.) Die alternativen Schreibweisen Krauss, Kraus, Kruse und Cruse, sowie die Zusammensetzungen Kraushaar und Krauskopf sind die häufigsten Varianten des Familiennamens Krause.

3.) Der Familienname Krause belegt Platz 29 unter den häufigsten Familiennamen.

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Alte Familienwappen

In einer Zeit, als nur wenige Menschen lesen und schreiben konnten, waren Siegel unter Dokumenten gleichbedeutend mit einer Unterschrift von heute. Dazu mußten sie natürlich ebenso unverwechselbar sein, wie die Ritter in einer Schlacht. Heute sind solche Siegelabdrücke eine wertvolle Quelle bei der Suche nach alten Familienwappen. Leider geben sie keine Hinweise auf die farbliche Gestaltung.

Findet man ein altes Wappen/ein Siegel, das zur eigenen Familie paßt, dann darf es nur dann angenommen werden, wenn einwandfrei durch Ahnenforschung nachgewiesen werden kann, daß man in ununterbrochener männlicher Blutlinie vom siegel- / wappenführenden Ahnherrn abstammt und kein anderer Zweig der Familie dieses Wappen führt.
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Special Details:

Krause (md.), Kraus (obd.), Kruse (ndd.)
=Kraushaar, Krauskopf. Seltener ist Krauspe (mhd. Krusp),
vgl. Krisp: Midi. Crausphans 1427 Zwickau
(Quelle: Deutsches Namenlexikon, Hans Bahlow, Seite 295)

Krisp: mhd. krisp, krispel >Krauskopf< (lat crispus),
vgl. Hinr. Cruse (Crispus) 1258 Hbg. Aber Krispien, Krischpin
(westd.) meint den heil. Crispinius (Patron d. Schuhmacher).
(Quelle: Deutsches Namenlexikon, Hans Bahlow Seite 298)

Kraus(e):
1. Übernamen zu mhd. krus >kraus, gelockt< für einen Menschen mit lockigem, krausem Haar.
2. Gelegentlich Berufsübername zu mhd. Kruse >Krug<, fnhd. krause > geschweiftes Glas, Trinkgefäß< für den Hersteller.
Chunrat Crause von Windesheim ist a. 1323 in Nürnberg bezeugt. Bekannter Namensträger Krarl Kraus, Schriftsteller (19./10. Jh.).
(Quelle: Duden, Familiennamen, Seite 395)

Krug:
1. Im südlichen Teil des deutschen Sprachgebietes handelt es isch um einen Berufsübernamen zu mhd. Kruoc
>Krug< für den Töpfer oder den Geschirrhändler
H. Krug (Nürnberg 1363) war Hafner (Töpfer) von Beruf.
2. In NOrddeutschland liegt diesem Familiennamen meist ein Berufsübernamen für den
Schankwirt zugrunde (vgl. Krog)
3. Vereinzeit Herkunftsname zu dem gleich lautenden Ortsnamen (ehem. Pommern/jetzt Polen, Schlesien, ehem. Brandenburg/jetzt Polen, Österreich)
(Quelle: Duden, Familiennamen, Seite 399)

Kraus, =ß
ÜN <mhd. mnd. krüs=gelockt (vom Haar). 1222 Marquardus Crispus = 1225 Marqu. Cruse...
Hier u. da faßt sich ein Kraus als mhd. kruse=irdenes Trinkgefäß, so 1530 Jakob Urceus (woneben Kraus), Pastor zu Großgerau (Hess.)
(Quelle: Brechenmacher, Etymologisches Wörterbuch Deutscher Familiennamen, Teil 2, Seite 107)

Kraus(e), Krauß(e), Krauss()e), nd. Kruse:
1225 Gruse, 1402 Krauß. ÜN zu mhd., mnd, krus "kraus, gelockt" für einen Menschen mit lockigem, krausem Haar; selten ÜN zu mhd. krusse "Krug, irdenes Trinkgefäß"
für den Töpfer oder den Händler, fnhd. krause "geschweiftes Glas, Trinkgefäß"
/ md. Krauspe: 1526 Krauspe. ÜN zu mhd. krusp=krisp "kraus" / Kreusing: 1494 Krusing. Patron, zu Kraus /obd.
demin. Kräußle: 1479 Krüßlin / Krausmann: 1444 Kruseman / Kraushaar, Kraußhaar: 1344 Krußhaar.
ÜN zu mhd., mnd. krüs "kraus, gelockt" und har "Haar" /Krauskopf: 1364/65 Crusekop(p). ÜN zu mhd. krusee "kraus, gelockt" und köpf, kpph „Kopf“.
(Quelle: Das große Buch der Familiennamen, Host Naumann, Seite 170)


mehrere Infos im Internet: www.wappensuche.de