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Industriepark Wolfgang in Hanau

degussa." ist jetzt Evonik Industries AG

Der Industriepark Wolfgang (IPW) ist ein 82 Hektar großer Industriepark in Hanau-Wolfgang, der hauptsächlich von Unternehmen der Chemischen Industrie genutzt wird. Im IPW betreiben elf große Unternehmen Forschungseinrichtungen und Produktionsanlagen. Sie beschäftigen dort insgesamt 4.500 Mitarbeiter, darunter 300 Auszubildende.

Der Standort wurde 1871 als Königlich-Preußische Pulverfabrik Hanau gegründet. Nach dem Ersten Weltkrieg mussten die meisten Produktionsanlagen zerstört werden; die verbliebene Fabrikation von Kunstleder wurde von den Deutschen Kunstleder-Werken weitergeführt, die 1933 von Degussa übernommen wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte Degussa die Kunstlederproduktion ein, siedelte jedoch neue Betriebe an, unter anderem zur Herstellung von Polyvinylchlorid, Dentalprodukten, Raney-Nickel, D-Penicillamin und Pharma-Zwischenprodukten sowie zur Edelmetallgewinnung. Ab 1957 konzentrierte Degussa alle Forschungseinrichtungen im Werk Wolfgang. Damit einher ging eine Neustrukturierung und ein Ausbau der chemischen Forschung unter dem Einfluss von Wilhelm Schuler. Zwischen 1976 und 2000 war Heribert Offermanns Mitglied des Vorstandes der Degussa AG mit dem Zuständigkeitsbereich Forschung und Entwicklung. 2000 wurde das Werk in einen Industriepark umgewandelt. Betreibergesellschaft ist die Industriepark Wolfgang GmbH, eine Tochtergesellschaft der Evonik Degussa GmbH. 2008 wurde eine Umsiedlung des Evonik Standortes Frankfurt am Main in den Industriepark Wolfgang beschlossen. Dafür wird eigens ab Anfang 2009 ein Bürokomplex für 800 Mitarbeiter gebaut, welcher bis 2012 fertig gestellt werden soll.